Wie funktioniert eigentlich das Internet?

Die Hauptidee des Internets war, dass man ein bestimmtes Protokoll zwischen Computern verwendet. Dies bildet das TCP/IP. Dabei unterscheidet man zwischen verschiedenen Schichten. Die folgende Abbildung illustriert, welche Schichten es gibt:

Ganz oben stehen Protokolle wie beispielsweise HTTP oder auch andere. TCP und UDP leiten die Nachrichten an die Schicht IP weiter. Schließlich ist die unterste Schicht die Netzwerkkarte.

Was ist eigentlich ein Protokoll? Ein Protokoll definiert, in welcher Form eine Nachricht gesendet wird. Ein Beispiel für das HTTP Protokoll, das dafür zuständig ist, Internetseite zu liefern ist:

GET /index.htm HTTP/1.1
User-Agent: Mozilla/4.0 (compatible; MSIE5.01; Windows NT)
Host: www.mbeigert.de
Connection: Keep-Alive

Diese Nachricht fordert beim Webserver vom Host www.mbeigert.de die Seite index.htm an.

Was ist eigentlich der Unterschied zwischen TCP und UDP? Der Unterschied zwischen TCP und UDP besteht in der Verbindung. TCP garantiert, dass die Nachrichten auch vollständig ankommen. Außerdem unterstützt es, dass Nachrichten beidseitig gesendet werden können (also vom Sender zum Empfänger). Bei UDP dagegen wird nur in eine Richtung gesendet und es kann auch nicht sichergestellt werden, ob Nachrichten korrekt und vollständig ankommen.

Nun kommen wir zur IP. Eine IP besteht aus xxx.xxx.xxx.xxx Zeichen. Sie dient zu nichts anderem, als dieser Adresse eine Hardware-Adresse zuzuweisen. Weiterhin bietet das Domain-Name-System (DNS) eine Möglichkeit um Adressen in IP Adressen umzuwandeln (z. B. hat tagesschau.de die IP 88.215.213.26).

Wenn wir nun eine Adresse im Internetbrowser aufrufen, wird zum passenden Domainnamen (z. B. www.mbeigert.de) die richtige IP Adresse gefunden. Die Adresse oben im Browser besteht aus:

– Protokoll
– Domain
– Port

Der Port ist standardmäßig 80, wenn man ihn weglässt. Beispiel: http://mbeigert.de:80 liefert das Gleiche wie http://mbeigert.de. http ist das Protokoll, die Domain ist mbeigert.de und der Port ist 80.

Man muss sich das Internet als ein großes Netz vorstellen, mit dem verschiedene Geräte verbunden sind. Die Netzwerkkarte (die unterste Schicht in der Abbildung oben) ist mit einem Router verbunden. Der Router verbindet sich weiterhin mit dem ISP (Internet Service Provider). Der ISP ist wiederum mit einem weiteren ISP verbunden.

Es gibt somit verschiedene Netze. Diese Netze können ein ISP-Netzwerk, ein Universitätsnetzwerk oder gar das lokale Netz zu Hause sein. Diese sind alle miteinander verbunden. Die einzelnen Netze sind über Kupferkabel, Glasfaserkabel oder Funk verbunden. Heutzutage ist es in der Politik wichtig, dass man flächendeckend Mobilfunknetze und Glasfaserkabelverbindungen ausbaut.

Zuletzt sei noch erwähnt: Wir sind im Internet nicht sicher. Die NSA hat sich zum Ziel gesetzt, möglichst viele Daten aus dem Internet auszuspähen. Wer bei Facebook, Google, Apple oder anderen großen US-amerikanischen Unternehmen angemeldet ist, hat schlechte Karten für Anonymität. Die NSA kann jederzeit Daten von diesen Anbietern anfordern.

Eine Möglichkeit, anonym im Internet zu surfen, ist Tor zu benutzen. Mit Tor surft man nahezu vollständig anonym im Internet. Das Programm ist kostenlos. Der Nachteil ist, dass die Verbindungen auch sehr langsam sind.