Java Tutorial Teil 3

In diesem Teil des Java Tutorials möchten wir zu den Methoden kommen. Eine Methode ist nichts anderes als ein Unterprogramm, es kann auch beliebige Variablen annehmen. Eine Methode wird in der Programmierung auch Funktion genannt.

Eine Methode besteht aus der Sichtbarkeit, dem Rückgabewert, dem Methodennamen und den Variablen, die angenommen werden.

Wir möchten dazu ein Beispiel geben. Ein Beispiel für eine Methode, die die Zahl 5 zurück gibt, wäre:

public int gibZahl() {
	return 5;
}

Dies wollen wir nun verfeinern. Wir möchten nun, dass der Methode gibZahl() eine Zahl als Variable übergeben wird. Dazu definieren wir die Methode wie folgt:

public int gibZahl(int zahl) {
	return zahl;
}

Wie können wir nun unsere Methode aufrufen? Die Antwort lautet: Aus der main()-Methode. Dazu müssen wir eine Klasse definieren, in unserem Fall die Klasse “zahlTest”. In dieser Klasse definieren wir eine main()-Methode. Danach erstellen wir ein Objekt (dazu gibt es in Zukunft eine Erklärung) z vom Typ zahlTest. Und schließlich rufen wir mit z.gibZahl(5) die Methode auf dem Objekt z auf.

public class zahlTest {

	public int gibZahl(int zahl) {
		return zahl;
	}

	public static void main(String[] args) {
		zahlTest z = new zahlTest();

		System.out.println(z.gibZahl(5));
	}
}

Die Ausgabe hierbei wäre 5. Da wir die Zahl ausgeben möchten, klammern wir z.gibZahl(5) in System.out.println() ein. System.out.println() macht nichts anderes, als einen Wert ausgeben, egal ob Methodenrückgabe oder Variable.

Was können wir sonst noch mit Methoden anstellen? Wir können beispielsweise eine Addition simulieren:

public class zahlTest2 {

	public int addiere(int zahl1, int zahl2) {
		int ergebnis = zahl1 + zahl2;

		return ergebnis;
	}

	public static void main(String[] args) {
		zahlTest2 z = new zahlTest2();

		System.out.println(z.addiere(5, 8));
	}
}

Die Ausgabe wäre hierbei die Zahl 13.

Rückgabewert

Als Rückgabewert können alle möglichen Datentypen angegeben werden. Es ist auch möglich Objekte als Rückgabetyp zu definieren (dazu in den nächsten Teilen mehr).

Sichtbarkeit

Es gibt vier Arten von Sichtbarkeit. Mit “Sichtbarkeit” ist das Schlüsselwort vor dem Rückgabewert gemeint. Die folgende Tabelle gibt Aufschluss darüber, welcher Sichbarkeitstyp für welchen Gültigkeitsbereich ist.

 KlassePaketUnterklasse (gleiches Paket)Unterklasse (unterschiedliches Paket)Welt
publicxxxxx
protectedxxxx
kein Typxxx
privatex

Methodenaufruf

Im Methodenaufruf kann man mehrere Parameter eintragen, die der Methode übergeben werden. Im Prinzip gibt man immer den Datentyp der Variable und den Namen einer Variable an. Mehrere Variablen werden durch Kommatas getrennt.

Da wir nun wissen, wie Methoden beschrieben werden, können wir im nächsten Teil zu Objekten und Klassen kommen.