Braucht man ein Gewerbe, um selbstständig zu programmieren?

In der Vergangenheit gab es einige gerichtliche Urteile, ob man freiberuflich programmieren darf oder ob man ein Gewerbe braucht. Diese Urteile waren widersprüchlich, sodass bis heute noch nicht entschieden werden kann, ob der Beruf Software-Entwickler freiberuflich ausgeübt werden kann oder ein Gewerbe nötig ist. Auf heise.de findet man einen Artikel, der dieses Problem beschreibt. Die gerichtlichen Urteile sind dabei sehr unterschiedlich.

Im Prinzip könnte man es sich folgendermaßen denken: Bei einer Dienstleistung im freiberuflichen Bereich handelt es sich um eine kreative Tätigkeit. Dies ist ein Kriterium für Freiberufler. Man sollte einen qualifizierten Hochschulabschluss haben. Wenn man beispielsweise für eine Privatperson etwas programmiert, so handelt man als Dienstleister mit Hochschulabschluss.

Das Gegenstück wäre beispielsweise eine Software, die man programmiert, und die man hunderte Male verkauft. Dies wäre keine Dienstleistung, sondern ein Verkauf. Somit wäre es keine freiberufliche Tätigkeit. Auch wenn man beispielsweise Werbung auf einer App schalten würde, wäre das auch nicht mehr freiberuflich.

Die Realität sieht jedoch anders aus, wie man dem Heise-Artikel entnehmen kann. Rechtlich gesehen muss man ein Gewerbe haben, um sich gegen gerichtliche Urteile abzusichern.

Fazit

Seit dem Urteil des niedersächsischen Landesgerichts (Urteil vom 16. Mai 2012, Az.: 7 LC 15/10) ist es auf jeden Fall von hoher Bedeutung, dass man ein Gewerbe anmeldet, falls man für Unternehmen oder Privatpersonen programmiert. Man sollte auf Nummer sicher gehen, sodass man später keine weiteren Umstände hat.